Viele setzen auf Alternativen: Beispiele weltweit

Nach all dem Schrecken die gute Nachricht: Es gibt auch Schönes zu berichten – über unzählige alternative Projekte, die aus der Wissensallmende schöpfen und sie dabei erweitern! Weltweit wird gemeinsam Wissen produziert und geteilt. Weltweit wird Saatgut fortentwickelt, während es in der Verfügungsgewalt der Bauern bleibt. Weltweit wird gelehrt, um zu bilden und zu befähigen, nicht um zu verdienen.

Freie Software entsteht beispielsweise als mosaikartig wachsendes Produkt der kollektiven Leistung einer weltweit vernetzten Gemeinschaft von Programmierern. Diese Software kann nach Fertigstellung jeder nutzen, kopieren, verändern und weitergeben. Die Bewegung wehrt sich gegen Softwarepatente, sie baut auf das Urheberrecht – verleiht diesem aber eine entscheidende Wendung. Durch „infizierende“ Lizenzen, deren bekannteste die sogenannte GNU Public Licence (GPL) ist, nutzen die Programmierer Freier Software ihre Rechte so, dass der gemeinsam produzierte Code und alle Software, die aus ihm entsteht, frei bleiben für Alle.

Zugang zu Code, Informationen und Inhalten ist jedoch nur eine Voraussetzung der Praxis der Wissensallmende. Zugang zu Netzwerken und Software, in die Code, Informationen und Inhalte eingeschrieben sind, die andere. Beides wird gebraucht, um den produktiven und gemeinwohlorientierten Umgang mit der Wissensallmende sicher zu stellen. Proprietäre technologische Umgebungen vertragen sich genauso wenig mit der Idee der Wissensallmende wie unflexible, hierarchische Sozialstrukturen. Sei es in Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung, in den Bereichen Saatgut, Medikamente oder Kultur.

Die folgenden Beispiele zeigen, dass es viele Organisationsformen gibt, die Inhalt und Infrastruktur öffnen:

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